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30.08.2020

Mit einer starken Gemeinschaft in die Zukunft

Das interkommunale Projekt „Lebens(t)raum Eider“ geht in die nächste Phase

Erfde-Bargen

Die Gemeinden Pahlen, Dörpling, Wallen und Tielenhemme wollen mit „Lebens(t)raum Eider“ das Leben für ältere Menschen auf dem Land attraktiver zu machen. Ein besonders innovativer Bestandteil ist eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Demenzerkrankte. Hinzu kommen eine Seniorenwohnanlage, eine Tagespflege, ein Mobilitätsangebot sowie passende Serviceleistungen. Mit dem Projekt, das 2017 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht wurde, soll eine möglichst große Bandbreite an Wohn- und Versorgungsangeboten geschaffen werden.
Unterstützung erhalten die Gemeinden ab sofort von der Eider-Treene-Sorge GmbH. Nachdem zunächst das kommunale Ehrenamt erste Schritte in die Wege geleitet hatte, wurde nun die Regionalentwicklungsagentur damit beauftragt, das Projekt moderierend zu begleiten, die Öffentlichkeit zu beteiligen und die Umsetzung voranzubringen. Projektleiter Yannek Drees sieht in dem Vorhaben einen wichtigen Baustein für die kommunale Daseinsversorge im ländlichen Raum. „Der demografische Wandel stellt eine große Herausforderung für unsere strukturschwache Region dar,“ so Drees. Um die Lebensqualität in der Region langfristig zu sichern, so Drees weiter, sei es von entscheidender Bedeutung, dass alle Altersgruppen attraktive Angebote vorfänden. Für Pahlens Bürgermeister Thorsten Reepenn ist gerade das interkommunale Engagement ein Schlüssel zum Erfolg. „Pahlen, Dörpling, Wallen und Tielenhemme gehen als Dörfergemeinschaft einen zukunftsweisenden Schritt, der ein Vorbild für anderen Gemeinden sein kann“, so Reepenn.
Auf dem ersten Termin der Lenkungsgruppe, die aus den vier Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden, der Eider-Treene-Sorge GmbH und je nach inhaltlichem Schwerpunkt aus weiteren Beteiligten besteht, wurden wichtige Weichen gestellt. So soll in der ersten Jahreshälfte 2021 eine Genossenschaft gegründet werden, die als Träger des Projektes wirken soll und an der sich neben den Gemeinden auch Bürger beteiligen können. Dörplings Bürgermeister Volker Lorenzen sieht im Schulterschluss zwischen Kommunen, Bürgern und lokalen Unternehmen einen zentralen Erfolgsfaktor. „Wir können hier etwas Einmaliges mit Strahlkraft schaffen, wenn wir alle an einem Strang ziehen“, so Lorenzen. Der Zusammenhalt in der Corona-Krise habe einmal mehr gezeigt, was für eine starke Gemeinschaft es auf dem Land gebe, so Lorenzen weiter. Noch in diesem Jahr soll nach Möglichkeit eine Veranstaltung stattfinden, auf der die Bürger über das weitere Vorgehen und Beteiligungsmöglichkeiten informiert werden und ihre Fragen loswerden können.
Um die nötige Mobilität für die zukünftigen Bewohner der geplanten Wohneinheiten zu schaffen, soll ein ehrenamtlicher Fahrservice ins Leben gerufen werden. Hierzu gab es bereits erste Gespräche mit dem örtlichen Heimat- und Kulturverein, aus dessen Mitgliedern sich ein Fahrerpool speisen könnte. Auch hier könnten die Kommunen einen gemeinsamen Beitrag zur Daseinsvorsorge leisten, indem sie eigens für diesen Zweck ein Elektrofahrzeug anschaffen. „Von dem Angebot würden neben den Bewohnern des „Lebens(t)raums“ Bürger aller Altersstufen aus den vier Gemeinden profitieren“, ist sich Wallens Bürgermeister Dieter Kurzke sicher.

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